Ariane

„Ariane et Barbe-Bleue“ von Paul Dukas

Graz/Roland Kluttig

BACHTRACK, Isabella Steppan 🔗: […] großartigen Ariane von Manuela Uhl – die große Hauptrolle des Abends.

Die deutsche Sopranistin schien mit schier unerschöpflichen Kraftreserven ausgestattet zu sein, war sie doch nicht nur in jeder Szene auf der Bühne, sondern musste mit der Partie der Ariane auch eine sängerische Mammutaufgabe leisten. Sie bewältigte diese nicht nur, sie machte sich die Rolle – und damit den Abend – zu eigen und überzeugte vom ersten bis zum letzten Ton. Mal durchschlagskräftig, mal zart führte sie ihre Stimme durch Blaubarts Schloss, wobei das silbrig distanzierte Timbre ihre intensive aber gleichzeitig abgeklärte darstellerische Interpretation der Ariane ideal ergänzte. So blieb man als Zuschauer und -hörer interessanterweise mit dieser Figur trotzdem emotional involviert, obwohl sie als echte, lebende Frau nicht greifbar wurde.

Der Neue Merker, Dr. Herman Becke 🔗: Die musikalischen Leistungen waren mindestens so eindrucksvoll wie die szenische Umsetzung. An der Spitze des Ensembles steht die erstmals in Graz auftretende deutsche Sopranistin Manuela Uhl mit einer exemplarischen stimmlichen Leistung. Die Ariane ist eine alles ĂĽberstrahlende Partie mit den Anforderungen einer der groĂźen Wagner- oder Strauss-Rollen. Ohne jegliche Schwäche meistert Manuela Uhl alle Schwierigkeiten mit einem in der Tiefe verankerten warmen Timbre und strahlenden Höhen geradezu mĂĽhelos, ohne jemals zum Forcieren genötigt zu sein – eine groĂźe und zurecht umjubelte Leistung!

Manuela Uhl führt das fabelhafte Sängerteam an

Ein groĂźer Abend der Oper Graz – alle Freunde spannungsvollen Operntheaters sollten diese AuffĂĽhrung eines weithin unbekannten Werkes unbedingt besuchen – die Reise nach Graz lohnt sich in diesem Falle unbedingt!

Süddeutsche Zeitung, Stephan Schwarz-Peters: Die Frage, warum diese raffiniert komponierte Partitur mit ihrer virtuosen und effektvollen Orchesterbehandlung so selten gespielt wird, erklärt bereits die Durchsicht des Klavierauszugs: Geradezu im Alleingang bestreitet Ariane das musikalische Geschehen, in gut zwei Stunden reiner Spielzeit gönnt der Komponist seiner Darstellerin nicht eine Minute Pause im Stück. Sie singt um ihr Leben, schwingt sich von der tiefsten Lage des Ihr laut Besetzungsvorschrift zugewiesenen Mezzos in die Höhenregionen und Ausdrucksgestalt eines dramatischen Soprans empor. Stoff für zwei Sängerinnen, den Manuela Uhl mit unfassbarer Kontrolliertheit bewältigt. Ihre ungemein volle und durchdringende Stimme verströmt dabei, je nach szenischer Lage, die Wärme des Lichts öde den Schauer des Abgunds. Bei aller Differenziertheit, die die Kunstfigur ausstrahlt, gelingt es Uhl dennoch, Ihrer Ariane ein großes Maß an Emotionalität und damit Identifizierungspotenzial mitzugeben.

Drehpunkt Kultur, Heidemarie Klabacherđź”—: FĂĽr die ihren Einzug auf der Burg beobachtenden Bauern ist Ariane zunächst die „Schönste von allen“, das bemitleidenswerte nächste Opfer. Dass dieses sich weigtert, die ihm zugedachte die Opferrolle anzunehmen und es Ariane gelingt, sich freizukämpfen weckt freilich in den niederen Instinkten archtypische Ă„ngste vor einer selbstbewussten Frau…

„Ariane et Barbe-Bleue“ ist im Grunde eine Oper für eine Sopranistin: Manuela Uhl gibt in der Grazer Aufführung eine darstellerisch wie sängerisch souveräne Ariane. Die großen geradezu romantischen Linien der Partie – Hoffnung und Lebenswillen sind die Antriebsfedern dieser großen Frauenfigur – führt sie technisch mit größter Virtuosität über die Lagen und gestaltete sie klanglich prächtiger Fülle bei facettenreicher Leichtigkeit.

OPERNGLAS, T. Rauchenwald: Der Leistung von Manuela Uhl in der beinahe hochdramatischen, langen Hauptpartie der Ariane kann nur höchster Respekt gezollt werden. In großen Bögen mit leuchtendem Sopran dominierte sie eindeutig das Geschehen auf der Bühne und fand auch zu berührend zarten Tönen.

CONCERTI Eckhard Weber🔗: Dies alles ist szenisch mit psychologisch durchdachtem Profil und mit genauer Figurenzeichnung eingelöst. Eine so schlüssige wie packende Deutung der Geschichte.

Umgesetzt von einem fabelhaften Sängerteam, allen voran die grandiose Ariane von Manuela Uhl, die in der überaus anspruchsvollen Partie drei Akte lang ununterbrochen auf der Bühne agiert und zwischen hochdramatischen Passagen und intimem Sprechgesang überzeugt.

BROULLION, Von Ulrike Aringer-Grau 🔗: Im Zentrum jeweils eine kluge Frau, die Maeterlinck psychologisierend  als vielschichtige Figur gestaltet.  Es bleibt die Fixierung auf die Person Arianes, ihren Sieg über die eigene Angst und ihre verzweifelten Versuche, die „Schwestern“ aus deren endzeitlich anmutender Lethargie und selbst gewählten Abhängigkeit von Blaubart zu reißen.

Großartig durchweg Manuela Uhl als Ariane. Die immense Partie bewältigt sie mühelos und äußerst kultiviert, überzeugt mit gestalterischer und musikalischer Eindringlichkeit. Allein ihretwegen lohnt sich schon der Weg nach Graz

FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung: An der Oper Graz wird “Ariane et Barbe Bleue” nun erstmals gezeigt.

In einer hörenswerten Besetzung und mit einem kundigen Dirigenten am Pult […]

Überdies hatte Kluttig das Glück, mit der Sopranistin Manuela Uhl zusammenarbeiten zu können, der die monumentale Partie der Ariane keine Schwierigkeiten bereitet. Eine ungefährdet mit klarer Stimme singende Protagonistin.

OPERA ONLINE, Helmut Christian Mayer 🔗: Graz: „Ariane et Barbe -Bleue“ – eine schillernde Rarität in sinnlicher Atmosphäre

Allen voran eine grandiose und alle überragende Manuela Uhl, eine Titelheldin, die auch den Löwenanteil zu singen hat: In jeder Phase der kräftezehrenden Partie ist sie intensiv und fassettenreich. Umspielt von den Schatten der Vergangenheit scheint sie die Geschehnisse auf einer anderen Ebene zu erleben als die anderen Charaktere.

Online Merker, Walter Nowotny 🔗: Man muss nicht unbedingt an die Metropolitan Oper nach New York pilgern, erstklassige Opernaufführungen erleben zu können. Auch das Opernhaus Graz kann damit aufwarten. Am Vorabend der Premiere von Rossinis „Il Viaggio a Reims […] setzte das Grazer Opernhaus die bereits 7. Vorstellung der sensationellen Produktion von „Ariane et Barbe-Bleue“ an. Und ich war nicht der einzige Wiener, der für diese drei Vorstellungen angereist ist.

Die Titelrolle stellt an die Interpretin Anforderungen, die mit jenen der großen Wagner- oder Strauss-Rollen vergleichbar sind. Manuela Uhl bewältigt diese mörderische Aufgabe mit Bravour. Sie überzeugt sowohl stimmlich mit ihrem in allen Lagen gleich gut fundiertem Sopran wie auch darstellerisch.

[…] Diese AuffĂĽhrung zählt gewiss zu den besten Musiktheaterproduktionen der Spielzeit 2017-18. Eine AuffĂĽhrung, die man gesehen haben muss.

Österreich Nachrichten 🔗: Manuela Uhl begeistert das Publikum bei der Premiere im Opernhaus Graz. Mit ihrer Rolle als „Ariane et Barbe-Bleue“ singt sie sich zum Liebling des Abends und wir hatten großen Respekt vor dieser Leistung.

Manuela Uhl, eine wunderbare „Ariane et Barbe-Bleue“

KRONENZEITUNG, Michaela Reichart: Das Ereignis des Abends ist zweifelsohne Manuela Uhl in der Titelrolle. Die Sopranistin bezwingt den anspruchsvollen Part mit einer Leichtigkeit, die Staunen macht. Sie lotet jede stimmliche wie darstellerische Emotion aus, führt beinahe selbstzerstörerisch in die Abgründe ihrer Persönlichkeit.

Ein faszinierender Opernabend, der weniger durch die springende Handlung als vielmehr durch psychologische Feinzeichnung und musikalische Finesse punktet.

OPER STEIERMARK, Karin Zeheleitner: Ariane et Barbe-Bleue“, die einzige Oper von Paul Dukas, hat es 111 Jahre nach ihrer Entstehung in die Grazer Oper geschafft. Regisseurin Nadja Loschky zeigte die Geschichte am Samstag als Aufeinandertreffen zweier starker Persönlichkeiten, die einander nicht loslassen können.

Geheimnis der weiblichen Seele

Manuela Uhl brillierte in der Rolle der Ariane mit nicht nachlassender stimmlicher Strahlkraft.  Die Klangbilder der Psyche gehen unter die Haut, schneiden sich ins Hirn und lassen den Zuhörer so schnell nicht mehr los […]

[…] unter der sorgfältigen Stabführung von R.Kl. […] Manuela Uhl zeigte als Ariane, dass die Strahlkraft ihres Sopranes auch nach zweieinhalb Stunden nicht nachlässt, höhensicher und ohne Ermüdungserscheinungen gestaltet sie ihre Partie.

Eine AuffĂĽhrung, die man sich anschauen solle.

KL ZEITUNG, Michael Tschida🔗: „Ariane et Barbe-Bleue“ von Paul Dukas feierte an der Oper Graz Premiere. Die deutsche Sopranistin Manuela Uhl sang in der emotionsreichen Opernrarität die Titelpartie souverän, Nadja Loschky lieferte für das Rätselstück eine tiefgängige Regie

 Blutige Geschichte (k)einer Emanzipation

[…]

Über alle strahlt freilich Manuela Uhl in der kräftezehrenden Titelpartie: Die deutsche Sopranistin kreuzt nimmermüde durch mäandernde Melodiebögen und Parlando-Passagen und gibt der Ariane auch schauspielerisch ein imposantes Profil.

Die Presse, Konstanze Kaas🔗: Durchgehend auf der schrägen Drehbühne von Katrin Lea Tag zu sehen: Ariane, der Manuela Uhl stimmgewaltig den nötigen Wahn einhaucht, agiert in einer Traumwelt: Umspielt von den Schatten ihrer Vergangenheit, scheint sie die Handlung auf einer anderen Ebene als die übrigen Charaktere zu erleben.

..Wenn im letzten Akt der schwer verwundete Blaubart von Bauern – fein säuberlich in einen Koffer verpackt – ins Schloss gebracht wird, trennt sich Ariane von diesen Geisterwesen, um sich hingebungsvoll um den leblosen Blaubart zu kümmern. Doch als sie zuletzt den entscheidenden Schritt aus dem Schloss in die Freiheit wagt, um ihre von Gewalt und Misshandlung geprägte Ehe hinter sich zulassen, wird sie vom wütenden Mob der Bauern mit Steinen bedroht. Es bleibt offen, was mit ihr geschieht und warum die Bauern von Rettern zu Henkern mutieren.

Vielleicht erlebt „Ariane et Barbe-Bleue“ mit dieser szenischen Produktion eine kleine Renaissance. Die spannende Geschichte hat in ihrer Metaphorik bis heute nichts an ihrer Aktualität eingebĂĽĂźt. Was sich, nebenbei bemerkt, durchaus als Vorlage fĂĽr einen Horrorfilm eignen wĂĽrde, wird dank Dukas‘ Musik voll hochemotionaler Momente zur Grundlage eines fesselnden Opernabends.

european-cultural-news, Michaela Preiner🔗: Mit der Besetzung ist den Verantwortlichen ein Glücksgriff gelungen.

Manuela Uhl begeistert als zarte, fragile und zugleich charakterstarke Ariane. Die Schwierigkeiten, die ihre Partie bereithält, sind an keiner Stelle spürbar. Ihr geschmeidiger und zugleich kräftiger Sopran ist an diesem Abend extrem gefordert und bietet einen wunderbaren Kontrast zu Iris Vermillions Mezzosopran. Das macht diese Oper zu einem seltenen, unvergleichlichen Erlebnis.

Eine uneingeschränkte Empfehlung für Opernfans.

Kultur Erlebt Laura Battisti🔗: 

Manuela Uhl, die Sopranistin, die die Ariane singt, ist besonders hervorzuheben. In „Ariane et Barbe Blue“ singt nämlich mindestens die Hälfte des Stückes nur sie. Eine wahre gesangliche Meisterleistung.